Das Wasserrevier mit der
höchsten Stadtdichte
Deutschlands.
Zehn Städte zwischen Aachen und Wuppertal – in einem Revier, in dem jeder Kilometer Wasserstraße von Industriegeschichte erzählt. Für jede dieser Städte gibt es eine eigene Seite mit dem Prüfungsort, der von dort am schnellsten erreichbar ist.
Wo Industrie die Wege ins Wasser gebaut hat – und Sportboote sie heute nutzen.
Kein Bundesland in Deutschland ist so dicht mit schiffbaren Wegen durchzogen wie Nordrhein-Westfalen. Drei große Kanäle spannen das Netz auf: der Rhein-Herne-Kanal, der Datteln-Hamm-Kanal und der Dortmund-Ems-Kanal. Dazu kommen der Rhein als Hauptstrom des Westens. Stauseen wie der Baldeneysee, der Kemnader See oder die Sechs-Seen-Platte – einst geschaffen für Industrie und Hochwasserschutz – dürfen von motorisierten Sportbooten nicht befahren werden.
Was dieses Revier auszeichnet:
Kurze Wege – in NRW liegt der nächste Prüfungsort fast immer unter einer halben Stunde Fahrt entfernt.
Mehrere Revier-Typen – großer Strom, lange Kanäle, das prägt die Region.
Wirtschaftsverkehr live – auf Rhein und Kanälen ist Berufsschifffahrt allgegenwärtig, das macht das Lernen praxisnah.
Der passende Schein: Auf allen Gewässern dieser Region fahren Sie mit dem Bootsführerschein Binnen. Auf den kleineren Talsperren-Seen darf nur gesegelt werden.
Im Ruhrgebiet.
Sechs Städte zwischen Rhein und Lippe. Jede mit eigenem Hausgewässer – Stausee, Kanalhafen oder Strom.
Bochum
Stausee an der Ruhr, mitten im Ruhrgebiet.
Der Kemnader See an der Grenze zu Witten und Hattingen ist eines der beliebtesten Wassersportreviere des mittleren Ruhrgebiets. Auf rund drei Kilometern Länge bietet er genügend Platz für Prüfungsfahrten, gleichzeitig ist das Revier ruhig und gut zu überblicken – ideal für Prüflinge aus Bochum, Witten und dem nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis.
Dortmund
Ausgangspunkt eines der größten Kanäle Europas.
Vom Dortmunder Hafen aus zieht der Dortmund-Ems-Kanal in einer Linie 270 Kilometer nach Norden bis Emden – es ist einer der wichtigsten Güterwege Deutschlands. Wer hier Prüfung macht, lernt in einem Revier mit echtem Berufsverkehr, mit Schleusen und mit der Logistik eines großen Hafens. Für Prüflinge aus dem östlichen Ruhrgebiet und dem Sauerland ist Dortmund natürliche erste Wahl.
Duisburg
Wo Ruhr und Rhein zusammenkommen.
Duisburg liegt an der Mündung der Ruhr in den Rhein – und betreibt mit Duisport den größten Binnenhafen Europas. Für Prüflinge ist die Stadt aus zwei Gründen interessant: Direkt am Rhein bekommt man die volle Bandbreite des deutschen Binnenstromverkehrs zu sehen, während die Sechs-Seen-Platte im Süden der Stadt von motorisierten Sportbooten leider nicht befahren werden darf.
Essen
Die größte Stadt der Region mit einem der bekanntesten Stauseen.
Der Baldeneysee südlich der Essener Innenstadt ist das Wahrzeichen des Ruhrgebiets-Wassersports. Auf 7,5 Kilometern Länge bietet er Yachthäfen, Anleger und genügend Wasserfläche für Prüfungsfahrten. Für Prüflinge aus Essen, Mülheim oder dem Bergischen Land ist das Revier ein vertrauter Hausgewässer-Klassiker mit jeder Menge Sportbootkultur.
Gelsenkirchen
Quer durchzogen vom wichtigsten Industriekanal des Reviers.
Der Rhein-Herne-Kanal verbindet auf 45 Kilometern Duisburg mit Datteln und damit faktisch das ganze westliche Kanalnetz mit dem Rhein. Mittendrin: Gelsenkirchen. Hier sehen Prüflinge, wie Berufsschifffahrt im Ruhrgebiet funktioniert – mit Schleusen, Wendebecken und Häfen. Für alle, die nördlich vom Baldeneysee wohnen, ist Gelsenkirchen ein kurzer Weg zur Prüfung.
Oberhausen
Am Kanal, der das Ruhrgebiet mit dem Rhein verbindet.
Oberhausen liegt am Rhein-Herne-Kanal – der wichtigsten Wasserstraße, die das Ruhrgebiet mit dem Rhein verbindet. Wenige Kilometer westlich erreicht der Kanal in Duisburg den Rhein, östlich führt er über Essen, Gelsenkirchen und Herne bis nach Datteln. Direkt am Kanalufer steht der Gasometer, eines der bekanntesten Industriedenkmale des Reviers. Für Prüflinge aus dem westlichen Ruhrgebiet ist Oberhausen ein klassischer Standort mit kurzer Anfahrt zum Rhein.
Niederrhein und Bergisches Land.
Vier Städte außerhalb des klassischen Reviers – vom Rhein bei Krefeld bis ins Bergische Land.
Aachen
Westlichster Prüfungsort Deutschlands.
Aachen gehört zu den Prüfungsorten Deutschlands, die nicht an einer großen Wasserstraße liegen und in denen man daher nur die theoretische Prüfung ablegen kann. Dafür liegt Roermond nicht weit entfernt, ein wunderbares, großes Wassersportzentrum, auf dem auch motorisierte Sportboote fahren dürfen. Das ist auf den anderen Gewässern im Großraum Aachen leider nicht der Fall.
Krefeld
Direkt am Rhein, im Herzen des Niederrheins.
Krefeld liegt am linken Rheinufer, gegenüber von Duisburg-Rheinhausen. Hier zeigt sich der Rhein in seiner großen Breite – ein offenes, anspruchsvolles Revier mit Berufsschifffahrt und kräftiger Strömung. Prüfungen können in Krefeld nicht abgelegt werden. Dazu fährt man am besten nach Düsseldorf.
Mönchengladbach
Im Dreieck zwischen Niederrhein, Maas und Rur.
Wie Aachen hat auch Mönchengladbach kein eigenes großes Hausgewässer – dafür liegt es im Mittelpunkt einer Region mit kurzen Wegen zum Rhein, zur niederländischen Maas und zu den Rurseen in der Eifel. Zur Prüfung muss man nach Hückelhoven oder Düwuppertsseldorf fahren.
Wuppertal
Prüfung im Düsseldorfer Medienhafen.
In Wuppertal selbst kann keine Prüfung abgelegt werden: Die Wupper ist dafür zu schmal, und die Talsperren des Bergischen Landes – Wupper-, Bever- und Sengbachtalsperre – sind Trinkwasser- und Naturschutzgewässer, auf denen motorisierte Sportbootfahrt nicht erlaubt ist. Wuppertaler legen ihre Prüfung deshalb im Düsseldorfer Medienhafen ab – eine knappe halbe Stunde Fahrt durchs Bergische Land abwärts Richtung Rhein. Für Prüflinge aus Solingen, Remscheid und dem östlichen Bergischen Land ist der Weg derselbe.
Was es mit den Stauseen auf sich hat.
Viele der bekannten Wassersportreviere im westlichen NRW sind keine natürlichen Seen – sie sind Talsperren und Stauhaltungen aus der Industriezeit. Der Baldeneysee in Essen wurde 1933 als natürliche Flusskläranlage angelegt, um die durch die Industrialisierung stark verschmutzte Ruhr biologisch zu reinigen. Zum selben Zweck wurde auch der Kemnader See in Bochum von 1976 bis 1979 erbaut. Auch die Sechs-Seen-Platte in Duisburg ist ein ehemaliges Kiesabbaugebiet.
Für Sportbootfahrer sind diese Gewässer leider nicht nutzbar. Motorisierte Sportboote dürfen hier nicht fahren.
Das gilt auch für die kleineren Talsperren; viele sind Trinkwassertalsperren.
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Alle sechs deutschen Reviere im Überblick – vom Norden bis zum Alpenrand.
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Mehr über Rolf Dreyer →Bereit für Rhein, Ruhr oder den Stausee?
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