Die Küstenreviere –
wo der Seeschein
seinen Sinn bekommt.
Vom Wattenmeer der Nordsee bis zur Geltinger Bucht: An Deutschlands Küste reihen sich einige der traditionsreichsten Prüfungsstädte des Landes. Fünf von ihnen stellen wir Ihnen hier vor – mit eigenen Prüfungsorten und ganz unterschiedlichem Charakter.
Salzwasser, Tide, Wetter – und ein Schein, der weltweit gilt.
Die deutsche Küste teilt sich in zwei Reviere mit ganz verschiedenem Gesicht. Die Ostsee ist nahezu tidefrei, das Salzwasser ist deutlich weniger salzig als in der Nordsee, und starker Wind ist oft eine Windstärke schwächer – ein Revier, in dem viele Wassersportler ihre ersten Seemeilen sammeln. Die Nordsee ist anders: Gezeiten von bis zu drei Meter, ausgedehntes Watt, Berufsschifffahrt in den Fahrrinnen, höhere Wellen. Wer hier sicher fahren möchte, sollte das Revier kennen.
Was Sie an der Küste lernen:
Seemannschaft – vom Knoten bis zur Wetterkunde.
Navigation – Karte, Kurs, Kompass, Peilung.
Verkehrsrecht – SeeSchStrO und KVR.
Der passende Schein: Wer auf Nord- oder Ostsee fahren möchte, braucht den Bootsführerschein See – weltweit anerkannt und lebenslang gültig.
Fünf Städte, fünf Reviere.
Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter – und ihre eigene Prüfungstradition. Wählen Sie den Prüfungsort, der am besten zu Ihnen passt.
Bremen
Hansestadt mit eigener Verbindung zur Nordsee.
Bremen liegt rund 60 Kilometer flussaufwärts der Wesermündung – und doch gehört es zu den klassischen Küstenstädten. Der untere Weserabschnitt ist Seeschifffahrtsstraße, und Bremen war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Seehäfen Deutschlands. Für die Prüfung ist die Nähe zum offenen Meer ein praktischer Vorteil: Sie lernen das Revier kennen, in dem auch Berufsschifffahrt unterwegs ist.
Hamburg
City Sporthafen – mitten in der Stadt, vor der Elbphilharmonie.
Wenige Prüfungsorte sind so eindrucksvoll wie Hamburg: Die Unterelbe ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas, im Hafen begegnen sich Containerriesen, Schlepper und kleine Sportboote. Wer hier seinen Schein macht, lernt das Fahren in einem ausgewachsenen Tiderevier – mit allem, was dazugehört: Strom, Verkehr, Schleusen, Wetter. Für ambitionierte Wassersportler ist das ein ideales Übungsfeld.
Kiel
Die Stadt der Kieler Förde – und der Kieler Woche.
Kiel, die Sailing City, gilt vielen als die Wassersporthauptstadt Deutschlands. Die Kieler Förde ist tief, breit, gut geschützt – und Heimathafen unzähliger Sportboote. Hier kreuzen sich der Nord-Ostsee-Kanal und die offene Ostsee, was den Prüfungsort fachlich besonders interessant macht: Sie sehen unterschiedliche Schiffstypen, Verkehrsregelungen und Wetterwechsel auf engstem Raum.
Lübeck
Hansestadt mit eigener Ostseemündung.
Lübeck liegt rund 20 Kilometer von der Travemündung entfernt – das macht es zum perfekten Bindeglied zwischen Hafen und offener See. Die Trave ist ab Lübeck Seeschifffahrtsstraße, und in Travemünde legen Fähren nach Skandinavien an und ab. Wer hier seinen Prüfungsort wählt, bekommt ein klassisches Ostseerevier mit Geschichte: vom Hafenkanal über die idyllische, naturbelassene Pottenmoorbucht bis zur breiten Lübecker Bucht.
Rostock
Mecklenburgs Tor zur Ostsee.
Rostock ist der größte Hafen Mecklenburg-Vorpommerns und liegt an der Mündung der Warnow in die Ostsee. Direkt vor der Stadt liegen Warnemünde und das offene Meer. Das Revier ist abwechslungsreich: enge Hafeneinfahrten, Seeschifffahrt, Yachthäfen, dazu im Sommer reger Sportbootverkehr. Wer von Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt anreisen kann, findet hier den nächstgelegenen klassischen Prüfungsort an der See.
Nordsee oder Ostsee – das ist nicht dasselbe.
Beide Meere gehören zur See – und doch verlangen sie unterschiedliche Aufmerksamkeit. Hier die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
Gezeiten, Watt, Wind
Tidenhub von drei Meter, ausgedehnte Wattflächen, kräftiger Wind, dazu Berufsschifffahrt in den Fahrrinnen. Anspruchsvoll – aber dafür ein echtes Seemannsrevier.
Ruhig, überschaubar, einsteigerfreundlich
Viel mehr Yachthäfen, kaum salzig, geschützte Buchten und Förden. Für viele der ideale Einstieg ins Küstenrevier – und das Revier, in dem die meisten deutschen Prüfungen abgenommen werden.
In welchem dieser Reviere Sie später fahren möchten, ist für die Prüfung selbst nicht entscheidend: Der Bootsführerschein See ist derselbe, an welcher Küste Sie ihn auch ablegen.
Der Bootsführerschein See – in Kurzform.
Der Bootsführerschein See ist der amtliche Schein für alle Küstengewässer der Welt – nicht nur Nord- und Ostsee, sondern auch Mittelmeer, Karibik oder Pazifik.
Er ist weltweit anerkannt, lebenslang gültig und Voraussetzung für praktisch alle Charter-Reviere im Salzwasser.
Im Online-Kurs ist die Ausbildung für den See- und Binnenschein enthalten. Sie entscheiden erst später, welche Prüfung Sie ablegen.
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Alle sechs deutschen Reviere im Überblick – vom Norden bis zum Alpenrand.
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An welcher Küstenstadt Sie auch geprüft werden – gelernt haben Sie beim selben Autor, dessen Bücher in jeder Buchhandlung stehen.
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