Bootsfuehrerschein.de
Burg Katz über dem Rhein bei der Loreley
Region 4  ·  Rhein, Main, Mosel, Neckar, Saar

Die großen Ströme –
Berufsschifffahrt,
Burgen und Weinhänge.

Zwölf Prüfungs­städte vom Niederrhein bis zur Saar – entlang der Wasserstraßen, die Deutschland seit Jahrhunderten erschließen. Wer hier fährt, lernt in einem lebendigen Revier mit echtem Strom, mit Frachtschifffahrt und mit Kulissen, die man so kaum woanders findet.

Worum es hier geht

Hier fährt nicht der Sonntags­ausflug, hier fährt der Strom.

Die großen deutschen Ströme sind keine Naherholungs­gewässer, sondern ausgewachsene Wasserstraßen mit Berufsschifffahrt. Auf dem Rhein zwi­schen Basel und Rotterdam fahren täglich mehrere hundert Frachter; auf Main, Mosel, Neckar und Saar sind es weniger, aber sie gehören zum Bild. Für Sport­boot­fahrer heißt das: Sie lernen ein Revier, in dem Strömung, Brücken­verkehr und Begegnung mit großen Schiffen zum Alltag gehören.

Was dieses Revier ausmacht:

Strömung – zu Berg und zu Tal fahren ist nicht dasselbe.

Berufsverkehr – Frachter, Schubverbände, Tankschiffe.

Schleusen – Sportboote mit Funk werden grundsätzlich vor Sport­booten ohne Funk ab­gefer­tigt, egal, wie lange diese schon gewartet haben.

Der passende Schein: Auf allen Strömen dieser Region fahren Sie mit dem Bootsführerschein Binnen. Er gilt einheitlich von der Schweizer Grenze bei Basel bis zur niederländischen Grenze bei Emmerich – und auf allen Nebenflüssen, aber nur für Boote bis 20 m Länge. Hinter der Grenze, auf dem nieder­ländischen Teil des Rheins, wird der Boots­führer­schein See ver­langt.

Burg Pfalzgrafenstein auf einer Insel im Rhein bei Kaub
Städte 1 von 2

Mittel- und Niederrhein.

Sechs Städte zwischen Düsseldorf und Wiesbaden – entlang des klassischen Rheinabschnitts, den fast jeder vor Augen hat, wenn er an den Strom denkt.

Niederrhein

Düsseldorf

Prüfung im Medienhafen, direkt am Rhein.

Zur Prüfungs­stadt Düsseldorf →

Düsseldorf gehört zu den wichtigsten Prüfungs­orten Nordrhein-Westfalens. Die Prüfungen finden im Medienhafen statt – einem ehemaligen Handelshafen, der heute Architektur-Hotspot und Sport­boot­hafen zugleich ist.

Der Düssel­dorfer Medien­hafen ist auch Heimat­hafen des renommierten Düssel­dorfer Yachtclubs.

Mittelrhein

Köln

Rheinmetropole mit lebendigem Sportboot-Revier.

Zur Prüfungs­stadt Köln →

Köln liegt am Mittelrhein, an einer der am dichtesten befahrenen Strecken Deutschlands. Vom Prüfungs­ort aus sehen Sie die Hohenzollern­brücke und den Dom, aber Sie fahren in einem ausgewachsenen Berufs­schiff­fahrts­revier – mit starker Strömung, kurzen Brückenabständen und Passagier­schiff­fahrt. Deshalb werden die praktischen Prüfungen im Hafen abgenommen.

Mittelrhein

Bonn

Ruhigeres Rheinrevier mit klarer Sicht.

Zur Prüfungs­stadt Bonn →

In Bonn weden schon die ersten Auslaufer des Siebengebirges sichtbar. Das Rhein­revier ist hier etwas ruhiger als in Köln, der Berufs­verkehr aber genauso präsent. Hier startet die Rhein­woche, die älteste und längste Fluss­regatta Euro­pas. Sie findet seit 1922 tradi­tio­nell jedes Jahr am Pfingst­wochen­ende statt und geht über drei Etappen 120 bis 170 km stromabwärts. Boots­führer­schein­prüfungen können in Bonn nicht ab­gelegt werden, dafür muss man nach Köln oder Düssel­dorf fahren.

Rhein und Mosel

Koblenz

Am Deutschen Eck – wo Rhein und Mosel sich treffen.

Zur Prüfungs­stadt Koblenz →

Wenige Prüfungs­orte haben so viel Wasser auf so engem Raum wie Koblenz. Am Deutschen Eck mündet die Mosel in den Rhein – und damit treffen sich zwei Bundes­wasserstraßen mit unterschiedlichem Charakter. Wer hier seine Prüfung macht, lernt in einem Revier, das gleich zwei klassische Strom­landschaften abdeckt. Ideal für Prüflinge aus Koblenz, dem Westerwald und dem Mittelrheintal bis hinunter nach Trier.

Rhein und Main

Mainz

Landeshauptstadt an der Main-Mündung.

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In Mainz mündet der Main in den Rhein – ein weiterer Wasserstraßen­knoten Deutschlands, ähnlich wie in Koblenz. Der Prüfungs­ort liegt an einer breiten Stelle des Rheins, ideal für Manoever in beide Richtungen. Die Prüfungen finden allerdings im Hafen statt. Mainz ist zusammen mit Wies­baden, Frank­furt und Offen­bach ein Zentrum für Boots­führer­schein­prüfungen. An einem dieser Orte findet jedes Wochen­ende eine Prüfung statt.

Mittelrhein

Wiesbaden

Am rechten Rheinufer, gegenüber von Mainz.

Zur Prüfungs­stadt Wiesbaden →

Wiesbaden liegt direkt gegenüber von Mainz, am rechten Ufer des Rheins, am Eingang zum Rheingau. Die Stadt ist Hessens Landeshauptstadt und beliebter Prüfungsstandort für alle, die im westlichen Rhein-Main-Gebiet wohnen. Die Prüfungen werden im Schier­steiner Hafen ab­genommen.

Städte 2 von 2

Oberrhein und Nebenflüsse.

Sechs Städte am Oberrhein, an Main, Neckar und Saar – vom Industrie­knoten Mannheim bis ins Saarland.

Rhein und Neckar

Mannheim und Ludwigshafen

Der größte Binnenhafen Süddeutschlands.

Zur Prüfungs­stadt Mannheim und Ludwigshafen →

Mannheim und Ludwigshafen liegen direkt gegenüber am Rhein, getrennt nur durch den Strom. Hier mündet der Neckar in den Rhein, und hier liegt einer der größten Binnen­häfen Deutschlands. Prüfungen können hier nicht abgelegt werden. Man muss zum Beispiel nach Heidelberg fahren.

Oberrhein

Karlsruhe

Letzter großer Rheinhafen vor der französischen Grenze.

Zur Prüfungs­stadt Karlsruhe →

Karlsruhe liegt ein paar Kilometer westlich seines Stadt­zentrums am Rhein – mit einem der wichtigsten Binnenhäfen des Oberrheins. Hier ist der Berufsverkehr besonders dicht, weil viele Frachter zwischen Basel und den niederländischen Häfen Karlsruhe als Zwischenstopp nutzen. Für Prüflinge aus dem Mittleren Oberrhein, dem Schwarzwaldrand und dem Elsaß ist Karlsruhe ein gut erreichbarer Prüfungs­ort. Die Prüfungen finden im Hafen Maxau statt.

Main

Frankfurt

Prüfung vor Skyline-Kulisse.

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Der Main durchquert Frankfurt mitten durch die Innenstadt – einer der ungewöhnlichsten Prüfungs­orte Deutschlands. Auf der einen Seite Bankenviertel, auf der anderen Sachsenhäuser Altstadt, dazwischen ein Strom, der bis nach Bamberg schiffbar ist. Wer hier Prüfung macht, lernt das Fahren in einer richtigen Stadt – mit Brücken im Sekundentakt und Berufsverkehr. Man lernt dabei auch, wie unangenehm die von den senkrechten Flussmauern reflektierten Wellen sind.

Südhessen

Darmstadt

Im Dreieck zwischen Rhein und Main.

Zur Prüfungs­stadt Darmstadt →

Darmstadt mit seiner renommierten Universität liegt nicht direkt an einer großen Wasserstraße – aber zwischen Rhein und Main und hat eine kurze Anfahrt zu mehreren möglichen Prüfungs­orten.

Neckar

Stuttgart

Landeshauptstadt am schiffbaren Neckar.

Zur Prüfungs­stadt Stuttgart →

Der Neckar ist von Plochingen ostwärts bis zur Rheinmündung in Mannheim als Bundes­wasserstraße ausgebaut – mit Schleusen, Berufs­verkehr und Sport­boot­häfen. Stuttgart liegt mittendrin und ist Prüfungs­standort für alle, die in der Region Stuttgart, Esslingen oder dem mittleren Neckartal wohnen. Ein Revier mit Charakter: schmaler als der Rhein, dafür mit vielen Schleusen.

Saar

Saarbrücken

Der westlichste deutsche Prüfungs­ort am Strom.

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Die Saar ist ab Saarbrücken bis zur Mosel­mündung bei Konz als Bundes­wasserstraße schiffbar – ein kleinerer, aber sehr eigenständiger Strom. Wer hier seine Prüfung macht, lernt in einem Revier mit gleichmäßigem Berufsverkehr und schönen Flussschleifen wie der berühmten Saarschleife. Für Prüflinge aus dem Saarland, der West­pfalz und Lothringen ist Saarbrücken die naheliegende Stadt.

Zwölf Städte, eine Strom­landschaft. Wie in den anderen Regionen auch sind Sie nicht an Ihre Heimatstadt gebunden. Sie dürfen Ihre Prüfung an jedem Prüfungs­ort der Region ablegen – und der Bootsführerschein Binnen gilt anschließend auf allen deutschen Stromwasser­straßen und in praktisch allen europäischen Chartergebieten.
Hintergrund

Warum Stromfahren etwas anderes ist.

Auf Kanälen und Seen ist das Wasser ruhig – auf den großen Strömen fließt es. Das klingt banal, ändert aber alles: Talfahrt (mit der Strömung) und Bergfahrt (gegen die Strömung) verlangen unterschiedliche Geschwindigkeiten, unterschiedliche Vorausplanung und unterschiedliche Vorfahrts­regeln. Wenn hier Wind gegen den Strom setzt, kann ein äuß erst unangenehmer Seegang entstehen.

Dazu kommt die Berufsschifffahrt, der in jedem Fall genügend Raum gelassen werden muss. Wer hier unterwegs ist, braucht unbedingt eine starke Maschine, um mit der Berufsschifffahrt mithalten zu können. Sonst wird es sehr stressig.

Gerade deshalb gilt der Bootsführerschein Binnen, der hier online erworben wird, als besonders gute Vorbereitung für alles, was später kommt: Hausboot in Holland, Charter auf der Müritz, Familienurlaub auf der Saar.

Berufsschifffahrt auf dem Rhein bei Köln

Bereit für den Strom?

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